Zimmerin/Zimmerer

Zimmerer und Zimmerinnen stellen Holzkonstruktionen und Holzbauten aller Art her. Außerdem renovieren und sanieren sie historische Gebäude oder Inneneinrichtungen aus Holz. Zimmerer und Zimmerinnen finden Beschäftigung in erster Linie in Zimmereien und in Ingenieurholzbaubetrieben.(Quelle:berufenet.arbeitsagentur.de)

  • Hauptschulabschluss und Lehrvertrag
  • Interesse an Mathematik und Zeichnen
  • technisches Verständnis
  • räumliches Denkvermögen
  • körperliche Belastbarkeit
  • Höhensicherheit
  • Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zum Lernen

Die Ausbildung in der ÜAS

Viele Betriebe haben sich in der heutigen Zeit spezialisiert, so dass sie ihren Auszubildenden gar nicht mehr alle praktischen Aspekte des Zimmererberufs beibringen können. Um die Ausbildung zum Zimmerer trotzdem umfassend zu gewährleisten, vermittelt die Überbetriebliche Ausbildungsstätte eine allgemeine praktische Grundausbildung für die Zimmerer.
Im ersten Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden das, was praktisch auf der Baustelle gemacht wird, z.B. Arbeiten mit Holz, Steinen, Putz und Fliesen. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr lernen sie alle praktischen Fertigkeiten des Zimmerers. Außerdem bietet die ÜAS folgendes an:

  • Nachhilfe in Mathe
  • Nachhilfe in Fachtechnik
  • Einen Benimmkurs
  • Die Ausbildung zum Ersthelfer
  • Den Gabelstaplerschein

Fachtechnologie:
Der Schwerpunkt der schulischen Ausbildung liegt in der Fachtechnologie. Hier lernt Ihr in 18 Lernfeldern alles, was man über das Entstehen eines Hauses von der Planung bis zur Wartung nach der Fertigstellung des Hauses wissen muss. Dabei werden alle Bauteile berücksichtigt, zum Beispiel Wände, Decken, Dachstühle und Treppen.

Wirtschaft und Politik:
In diesem Fach lernt Ihr vieles, was Ihr in Eurem späteren Leben wissen solltet, zum Beispiel welche Rechte und Pflichten Ihr als Arbeitnehmer habt, warum von Eurem Bruttolohn etwas abgezogen wird, wie Ihr Euch sozial absichern könnt oder wie man gesund und umweltbewusst leben kann. Außerdem lernt Ihr, wie man sich politisch beteiligen kann und warum das sinnvoll ist.

Kommunikation:
Hier lernt Ihr zum Beispiel, wie man mit Gesellen, Meistern und Bauherren kommunizieren sollte, wie man in der Gruppe und im Team arbeitet, wie man seine eigene Arbeit beurteilt und wie man Konflikte lösen kann.

Mathematik:
Hier wird der gesamte Mathematikstoff, der im Beruf gebraucht wird, noch einmal aufgearbeitet, damit alle Schüler auf den gleichen Stand kommen.

Sport:
Hier wird nicht nur Sport getrieben, sondern auch gelernt, wie man sich gesund und fit hält bei schweren körperlichen Tätigkeiten.

Duale Ausbildung an drei Lernorten:
1. Ausbildungsbetrieb (Meister, Zimmerei)
2. Schule (BBZ Bad Segeberg)
3. Überbetriebliche Ausbildungsstätte

Im ersten Ausbildungsjahr
• 20 Wochen Berufsschule
• 18 Wochen ÜAS
übrige Wochen: Arbeit im Betrieb

Im zweiten Ausbildungsjahr
• 10 Wochen Berufsschule
• 12 Wochen ÜAS
übrige Wochen: Arbeit im Betrieb
Abschluss der Zwischenprüfung

Im dritten Ausbildungsjahrjahr
• 10 Wochen Berufsschule
• 5 Wochen ÜAS
übrige Wochen Arbeit im Betrieb
Ausbildungsabschluss mit der Gesellenprüfung

Man hat 30 Tage Urlaub und bekommt Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld sowie vermögenswirksame Leistungen. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer Absicherung fürs Alter durch die Soka-Bau (Versorgungskasse für das Baugewerbe).

1. Ausbildungsjahr: 669,00 € brutto

2. Ausbildungsjahr: 1.028,00 € brutto

3. Ausbildungsjahr: 1.299,00 € brutto

nach der Ausbildung: 2.263,00 € brutto

nach zwei Jahren:17,62 €/h Brutto

• Weihnachtsgeld
• Urlaubsgeld
• vermögenswirksame Leistungen
• Möglichkeit einer Absicherung fürs Alter durch die Soka-Bau (Versorgungskasse für das Baugewerbe)

Man hat nach der Ausbildung viele Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln, z.B. zum Polier, Meister oder nach einem Studium auch zum Architekten, Bauingenieur oder Bauleiter. Man kann auch auf Wanderschaft gehen oder im BBZ das Abitur oder die Fachhochschulreife machen.

Lutz Klockgeter
Tel.: 04551 9631-41
lutz.klockgeter@bbz-se.de