Dreijährige Fachschule

Erzieherinnen und Erzieher arbeiten hauptsächlich in Kindergärten, Kinderkrippen sowie Horten oder Heimen für Kinder und Jugendliche. Sie sind auch in Erziehungs- oder Jugendwohnheimen, Jugendzentren, Familien- oder Suchtberatungsstellen, Tagesstätten, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung oder in ambulanten sozialen Diensten tätig. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Kinderkliniken, Grund- und Förderschulen oder Internate.

Der Abschluss der Fachschule berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung
„Staatlich anerkannte Erzieherin / Staatlich anerkannter Erzieher“.

Die Vollzeitausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher dauert drei Jahre. Sie vermittelt eine umfassende sozialpädagogische Handlungskompetenz, die zu selbständigem, reflektiertem und konzeptionellem Handeln in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern befähigt.

Die Ausbildung besteht aus einem hohen Praxisanteil von etwa 40 Wochen, der in sozialpädagogischen Einrichtungen abzuleisten ist.

Aufnahmevorraussetzungen:

Für die Aufnahme in die Fachschule müssen schulische und berufliche Voraussetzungen erfüllt sein.

  • Mittlerer Schulabschluss
  • Berufliche Aufnahmevoraussetzungen sind
    • der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf (Anerkannt nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung oder dem Seearbeitsgesetz) oder der Abschluss einer vergleichbar geregelten Ausbildung oder
    • eine einschlägige (soziale/pädagogische) Berufstätigkeit von drei Jahren

D.h., wer beispielsweise eine Ausbildung als Tischler/in, Bäckerin/Bäcker, Verwaltungsfachangestellte/r oder Bankkauffrau/-mann abgeschlossen hat, erfüllt die berufliche Aufnahmevoraussetzung.

  • Abschlusszeugnis der Berufsschule, soweit während der Berufsausbildung die Pflicht zum Berufsschulbesuch bestand.
  • Zugelassen werden kann auch, wer die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben hat sowie in einem für die Ausbildung förderlichen Bereich ein einjähriges einschlägiges Praktikum absolviert hat oder in einem für die Ausbildung förderlichen Bereich ein Jahr und mindestens 30 Stunden wöchentlich berufstätig war.
  • Auf die Zeiten des Praktikums und der Berufstätigkeit werden förderliche freiwillige Dienste mit sozialpädagogischen Tätigkeiten auf der Grundlage von Bundesgesetzen (Freiwilliges Soziales Jahr oder Bundesfreiwilligendienst) angerechnet.
  • Schullaufbahn- und ggf. Berufslaufbahnbeschreibung
  • ggf. Beschreibung sozialpädagogischer Erfahrungen  (z.B. FSJ, BFD)
  • amtlich beglaubigte Abschriften bzw. Fotokopien der geforderten Zeugnisse (Abschluss MSA/FHR/Abitur; Berufsschule und ggf. Berufsabschluss
  • erweitertes Führungszeugnis, nicht älter als drei Monate

Wurde der schulische Abschluss im Ausland erworben, ist der Nachweis deutscher Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 nach dem „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen: lehren, lernen, beurteilen“ vorzulegen.

Soweit zum Zeitpunkt der Bewerbung noch kein Abschlusszeugnis vorliegt, ist das Halbjahreszeugnis der Abschlussklasse das Bewerbungszeugnis. Ein besseres Abschlusszeugnis kann nachgereicht werden. Die Bewerberinnen und Bewerber werden dann in ein Nachrückverfahren des Bewerbungsverfahrens aufgenommen.

Eine Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz ist im Verlauf des Bildungsganges vorzunehmen.

Bitte verwenden Sie bei Ihrer Bewerbung keine Bewerbungsmappen! Die Entscheidung wird der Bewerberin/dem Bewerber schriftlich mitgeteilt.

Anmeldeschluss ist der 28. Februar.

Der Bildungsgang schließt nach drei Jahren mit einer Hausarbeit und einer staatlichen Prüfung ab. Mit der Abschlussprüfung erlangen unsere Schülerinnen und Schüler den Berufsabschluss „staatlich geprüfte/ geprüfter Erzieher/-in. Durch den Abschluss qualifizieren sich die Absolventinnen und Absolventen für den Berufseinstieg und erlangen eine Hochschulzulassungsberechtigung.

Fachrichtungsbezogener Lernbereich:

Lernfeld 1: Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiter entwickeln

Lernfeld 2: Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten

Lernfeld 3: Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern

Lernfeld 4: Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen gestalten

Lernfeld 5: Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen

Lernfeld 6: Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren.


Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

Deutsch/ Kommunikation mit Sprachbildung

Politik / Wirtschaft

Naturwissenschaft und Technik

Martina Siebert

Tel.: 04551 9631-27
martina.siebert@bbz-se.de

Die Anmeldeformulare und Infoblätter können Sie in unserem Downloadbereich herunterladen.