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„Bei uns gibt es keinen Platz für Gewalt“

BBZ setzt starkes Zeichen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November hat das Berufsbildungszentrum (BBZ) Bad Segeberg gemeinsam mit dem Kreis Segeberg und zahlreichen Partner*innen ein besonderes Zeichen gesetzt: In verschiedenen Klassen, Projekten und Workshops wurde intensiv über Gewaltformen, Betroffenheit und Prävention gesprochen – und sichtbar gemacht, wie wichtig Zivilcourage und gegenseitiger Respekt im Schulalltag sind.

Tischler*innen fertigen Bank als dauerhaftes Symbol

Ein Highlight: Die Tischlerklasse fertigte eine besondere Sitzbank, die nun dauerhaft an das Thema erinnert. Im Rahmen des Lernfeldes „Kleinmöbel herstellen“ planten und bauten die Auszubildenden ein Möbelstück, das weit mehr ist als eine Bank. „Wir wollten einen Platz schaffen, der für Respekt, Vielfalt und ein friedliches Miteinander steht“, schreibt die Klasse in einem eigenen Statement. Von ersten Skizzen über technische Zeichnungen und Modelle bis hin zum Prototypen durchliefen sie alle handwerklichen Schritte. Ein besonderer Meilenstein war die Arbeit an der CNC-Fräse. Der bewusst freigehaltene Sitzplatz auf der Bank symbolisiert die zentrale Botschaft:

„Bei uns gibt es keinen Platz für Gewalt.“
Zum Abschluss wurde das BBZ-Branding eingearbeitet – ein sichtbares Zeichen des Stolzes auf die gemeinsame Arbeit. Insgesamt investierten die Auszubildenden 16 Stunden in die Planung und 12 Stunden in die Fertigung.

Workshops und Unterricht: Gewaltprävention zum Anfassen

Die Schüler*innen der 11. Klasse des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit beschäftigten sich im Unterricht ebenfalls intensiv mit dem Thema häuslicher Gewalt. Unterstützt wurden sie dabei von Nils Stühmer von KAST e.V. mit einem Workshops , in dem Empathie-Training, Gewaltprävention und Kommunikationsstrategien im Mittelpunkt standen. Die Jugendlichen lobten die Mischung aus klaren Fakten, anschaulichen Beispielen und interaktiven Elementen wie Schätzfragen oder Mitmachaktionen: „Da blieben sogar die Handys in den Taschen – und das passiert sonst nicht immer“, sagte eine Schülerin augenzwinkernd.

Darüber hinaus nahmen sechs weitere Schulklassen die Möglichkeit wahr, außerhalb des Unterrichts einen Vortrag von KIK-Koordinatorin Stephanie Böttcher und Mitarbeiterinnen der Frauenfachberatungsstelle Frauenzimmer e.V. zu besuchen.“

Eine Schule, die Haltung zeigt

„Leben und Lernen können nur in einem angstfreien Umfeld gelingen“, betonte Schulleiter Martin Neumann. Bei rund 2.400 Schülerinnen am BBZ seien die statistischen Zahlen zu Gewalterfahrungen erschreckend greifbar. Umso wichtiger seien Projekte, die sowohl Betroffenen als auch potenziellen Täterinnen Unterstützung bieten.

Mit der neuen Bank, den Workshops und dem Engagement vieler Beteiligter zeigt das BBZ Bad Segeberg:
Wir setzen ein Zeichen – sichtbar und nachhaltig.
Für Respekt. Für Vielfalt. Für ein gemeinsames Miteinander ohne Gewalt.

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